Folienloses TPedge Modul

Dank der völlig neuartigen TPedge-Technologie und durch eine Vereinfachung 
des Modulaufbaus lassen sich waferbasierte Solarmodule jetzt wesentlich schneller und kostengünstiger produzieren als herkömmliche Wafer-Module.

Kostenreduktion mit TPedge

Mit der TPedge-Technologie lassen sich die Kosten der Modulproduktion ohne Solarzellen um 30 bis 40 Prozent senken – bei einer angestrebten Taktzeit von 45 Sekunden pro Modullinie. Die Gesamtkosten eines PV-Moduls können somit – je nach Kostenanteil der Solarzellen – um etwa 14 Prozent reduziert werden.

Die Zeit- und Kostenersparnis sind Folge eines einfacheren Modulaufbaus und einer völlig neuartigen Produktionstechnologie. Die Zellmatrix wird punktuell zwischen zwei Glasscheiben fixiert. Der Einsatz von Folien und das dazugehörige Laminieren sind nicht nötig. Die Randabdichtung des TPedge-Moduls erfolgt über die Applikation des thermoplastischen Materials bei 130°C, auch ein zusätzlicher Aluminiumrahmen ist nicht notwendig.

Innovationssprung in der Modulproduktion

Die Technologie zur Produktion dieses TPedge-Moduls hat Bystronic glass in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) entwickelt. Die Produktionslinien für TPedge-Module lassen sich in verschiedenen Ausbaustufen auslegen. In der seriellen Fertigungslinie ist die Produktion eines Moduls in weniger als einer Minute möglich – im Vergleich zu 16 Minuten, die mit dem Standardverfahren nötig sind. Das neue Fertigungsprinzip ist an die in der Isolierglasproduktion verwendete Dichtungstechnologie angelehnt. Diese Entwicklung des TPedge-Verfahrens zur Produktion von Modulen mit thermoplastischer Abdichtung an der Glaskante kennzeichnet einen großen Innovationssprung in der gesamten Modulproduktion.